Was die EU tut
Auf EU-Ebene gewährleistet ein wirksames Grenzmanagement das Funktionieren und die Sicherheit des Schengen-Raums, ein Raum ohne Binnengrenzen, in dem EU-Bürger*innen, Drittstaatsangehörige und Besucher sicher und frei reisen können. Im Schengen-Raum können sich mehr als 450 Millionen Bürger*innen in 29 Ländern frei bewegen.
Dieser einzigartige Rahmen trägt zudem zur Wettbewerbsfähigkeit des Binnenmarkts und zum Wirtschaftswachstum in der gesamten EU bei und erleichtert den nahtlosen Personen-, Waren- und Dienstleistungsverkehr. Diese Freiheit ist Teil der europäischen Lebensweise und wird sowohl von den Bürger*innen als auch von den Unternehmen sehr geschätzt.
Die Schengen-Länder arbeiten in Fragen der Sicherheit und der Migration eng zusammen. Diese Zusammenarbeit umfasst eine gemeinsame Visumpolitik, gemeinsame Polizeieinsätze und den Informationsaustausch zwischen Strafverfolgungsbehörden in Echtzeit sowie Verfahren für die Rückführung von Personen ohne Aufenthaltsrecht.

IT-Großsysteme wie das Schengener Informationssystem (SIS) spielen beim Grenzmanagement eine zentrale Rolle und sollen dazu beitragen, Bedrohungen zu erkennen und gleichzeitig die Grundrechte, darunter das Recht auf Schutz der personenbezogenen Daten, zu wahren.
Zahlen und Fakten
Handlungsbereiche
Vorschriften für das Überschreiten der EU-Außengrenzen, einschließlich der Art der erforderlichen Visa, der Verfahren für die Ausstellung und Kontrolle von Visa und der Sicherheitskontrollen an den Grenzen
Bedingungen für den Eingang in den Schengen-Raum
Vorschriften über die für Reisen innerhalb des Schengen-Raums erforderlichen Dokumente
Mechanismen für die Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden
Rahmen zur Gewährleistung des reibungslosen Funktionierens des Schengen-Raums
Die größten Erfolge
- Der Schengen-Raum feiert 2025 sein 40-jähriges Bestehen. 29 Länder (25 EU-Länder und 4 assoziierte Länder) sind Vollmitglieder des Schengen-Raums ohne Binnengrenzen, in dem 450 Millionen Menschen ohne Grenzkontrollen reisen können. Er erleichtert Millionen von Menschen den täglichen Grenzübertritt und unterstützt 32 Millionen Unternehmen, die einen leichteren Zugang zum Binnenmarkt haben.
- Durch die Verlagerung der Grenzkontrollen an unsere gemeinsamen Außengrenzen konnten wir Bürokratie abbauen, Wartezeiten verkürzen und Kosten senken. Die Art und Weise, wie Menschen leben, arbeiten und reisen, hat sich dadurch grundlegend zum Besseren verändert.
- Der Abbau von Binnengrenzen ging mit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Polizei-, Zollbehörden und Behörden für die Kontrolle an den Außengrenzen einher, wodurch Europa besser gesichert wurde, unsere Außengrenzen gestärkt wurden und die Migration wirksamer gesteuert werden konnte. Dies ist von entscheidender Bedeutung für die Bekämpfung von Terrorismus, organisierter Kriminalität und hybriden Bedrohungen.
- Das Schengener Informationssystem (SIS) ist das am häufigsten genutzte und größte Informationsaustauschsystem für Sicherheit und Grenzmanagement in Europa. Behörden können damit Sicherheitswarnungen im gesamten Schengen-Raum in Echtzeit austauschen und abrufen.
- Durch Schengen werden die Wettbewerbsfähigkeit und der Binnenmarkt wesentlich gestärkt und vorangebracht. Da Arbeitnehmer*innen und Waren frei verkehren können, können die Unternehmen die Verwaltungskosten senken und gleichzeitig Zugang zu größeren Märkten erhalten.
- Gleiches gilt für Tourismus und Kultur. Schengen vereinfacht das Reisen und macht Europa zu einem noch attraktiveren Reiseziel. So haben beispielsweise Besucher*innen aus Ländern außerhalb des Schengen-Raums mit nur einem einzigen Schengen-Visum Zugang zu allen 29 Schengen-Ländern. Dies wiederum kommt den Unternehmen und Volkswirtschaften vor Ort unmittelbar zugute.
Im Fokus
Schengen-Statusbericht 2026
Der Schengen-Raum ermöglicht es mehr als 450 Millionen EU-Bürger*innen, über Ländergrenzen hinweg frei zu reisen, zu arbeiten, zu studieren und zu leben, und fördert gleichzeitig den Handel, den Tourismus und den freien Warenverkehr.
Im Schengen-Statusbericht 2026 werden wichtige Errungenschaften des vergangenen Jahres hervorgehoben. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte ging 2025 im Vergleich zu 2024 zurück. Gleichzeitig haben gemeinsame Anstrengungen zu einer wirksameren Rückkehr von Personen ohne Aufenthaltsrecht in der EU geführt.
Um die anhaltende Resilienz des Schengen-Raums im heutigen geopolitischen Umfeld sicherzustellen, stehen für das kommende Jahr unter anderem die weitere Umsetzung des neuen Einreise-/Ausreisesystems (EES), das im April 2026 vollständig in Betrieb genommen wurde, sowie die Stärkung der operativen Kapazitäten und Instrumente zur Unterstützung von Rückführungen auf der Tagesordnung. Die Arbeiten zur Intensivierung der gemeinsamen Steuerung des Schengen-Raums werden ebenfalls fortgesetzt.
Veranstaltungen
The Disaster Resilience Days event will be bringing together experts, policymakers, and innovators from across Europe and beyond to discuss disaster resilience, preparedness, and technological advancements in crisis response and preparedness. The event will take place in Brussels and online.
Die Seite wurde zuletzt am 18 Mai 2026 aktualisiert.